Kunstausstellung STILLE PRÄSENZ
Über die Winterzeit laden wir Sie ein, den Stil unserer Galerie in der Stille dieser Jahrezeit zu genießen.
Wir präsentieren zeitgenössische Kunst, Design und Gestaltendes Handwerk in besonderer Weise für Sie in einem Ambiente zum Wohlfühlen und Entdecken.
Der Winter reduziert. Geräusche werden gedämpft, Farben zurückgenommen, Bewegungen langsamer. In dieser Zeit öffnet sich ein Raum für das, was nicht laut sein muss, um da zu sein.
„Stille Präsenz“ versammelt Arbeiten, die nicht drängen.
Objekte, Figuren, Bilder und Glas treten nicht in den Vordergrund. Sie wirken aus sich heraus um zu bleiben.
Andrea Eifler
Andrea Eiflers Arbeiten bewegen sich im Feld einer leisen, konzentrierten Bildsprache.
Formen schweben, überlagern sich, bleiben offen.
Nichts ist abgeschlossen, nichts festgelegt und genau darin liegt ihre Ruhe.
Farbflächen und Linien wirken gesetzt und zugleich fragil.
Sie erinnern an organische Strukturen, an Schnitte, Schichtungen, an etwas Gewachsenes, ohne konkret zu werden.
Das Bild zeigt nicht, es deutet an.
Es lädt ein, in Stiller Präsenz Verbindungen zu suchen oder sie bewusst offen zu lassen.
Nona Otarashvili
Wir bewundern die Kermikerin Nona Otarashvili seit Jahren für ihre Vielseitigkeit in künstlerischem Ausdruck und handwerklicher Fertigkeit.
In der aktuellen Ausstellung zeigen wir Gefäße, die klar und fast ein wenig archaisch daherkommen.
Kubisch, geschlossen und aufrecht wirken sie wie eigenwillige Speicher.
Für Zeit, haptische Erfahrung und natürliche Erinnerungen, denn die Motive zeigen häufig Szenen aus ihrer georgischen Heimat.
Stille Präsenz entsteht aus dem Wechselspiel von Masse und Zurückhaltung.
Die Oberflächen erzählen von Schichtung,
Farbresten, Abrieb und sichtbaren Überlagerungen
Nichts ist dekorativ, aber auch nicht zufällig.
Jede Spur verweist auf einen Prozess, der nicht verborgen wird.
Diese Gefäße sind nicht nur funktional im klassischen Sinn. Sie tragen eine Spannung zwischen Innen und Außen, zwischen Schutz und Verschlossenheit.
Ludmila Reznik
Fernweh und kleine Sensationen des Alltags finden in den Werken der auf der Krim geborenen Künstlerin ihren Ausdruck in lebendigen Farben und mitreißender Leuchtkraft in der Darstellung ihrer Motive.
Von der kiefernbewachsenen Küste Südfrankreichs bis zur Eckernförder Bucht begegnen wir den Spuren von Ludmila Rezniks Ausflügen ins Blaue.
Die Künstlerin arbeitet hauptsächlich mit Acryl- und Aquarellfarben, kombiniert diese aber auch in Mischtechnik, wofür sie zusätzlich Pastell und Kohle in ihren Werke nutz und damit damit bemerkenswerte Stimmungen einfängt.
Am 4. Advent wird Ludmila Reznik ihm Rahmen des Weihnachtsgutes mit Freunden im Stilhaus live arbeiten.
Sylvia Ludwig
Weiß. Eigensinnig. Zerbrechlich. Transparent. Hart.
Der Reiz des Porzellans liegt für Sylvia Ludwig im Wechselspiel dieser Eigenschaften, welches das Porzellan für sie so unaufhörlich interessant bleiben lässt.
Ein durchaus klischeebehaftetes Material, welches die Gestalterin durch Lebendigkeit aufzubrechen versucht, ohne dabei die Grenzen der Gebrauchsfähigkeit zu verlassen.
Magdalena Paukner
In den Glasgefäßen von Magdalena Paukner ist Farbe kein Dekor, sondern Zustand.
Sie verdichtet sich im Glas, wird je nach Lichteinfall tiefer, heller, schwerer oder durchlässiger.
Nichts ist fix. Alles bleibt in Bewegung, obwohl die Gefäße ruhen. Die Formen sind klar, fast selbstverständlich. Zylinder, Öffnungen, leichte Unregelmäßigkeiten.
Glas sammelt Licht, bricht es, trägt es weiter, während Spuren des Herstellungsprozesses bewusst sichtbar bleiben und jedem Stück eine eigene stille Präsenz verleihen.